Auf den Klang des Namens hören

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Experimente mit dem
Klang des eigenen Namens

Die Sekunden Meditation des Moments:

Den eigenen Namen wiederholen
und durch ihn erfahren
was über den Namen und
das Ich-Gefühl hinausgeht

Die Wohltat:

Den eigenen Namen hören wir von frühester Kindheit – an ihm hängt unsere ganze Identität, das Ich-Gefühl. Über den Klang des Namens können wir tief ins Unterbewusstsein eintauchen und erkennen, was über den Namen hinausgeht. Letztendlich ist das der Klang aller Klänge – die Existenz.

 

Osho Zitat über den Klang des eigenen Namens

Gehe auf im Klang deines Namens,
und durch diesen Klang
– jeglicher Klang.
 

Sutra aus dem tantrischen Buch der Geheimnisse

Über den Namen erfahren, was namenlos ist

Dein Name als Mantra

„Dein eigener Name lässt sich sehr leicht als Mantra verwenden. Das ist eine große Hilfe, weil dein Name dir sehr tief ins Unterbewusstsein gedrungen ist. Nichts anderes dringt so tief. Wenn wir alle, die wir hier sitzen, einschlafen würden, und jemand käme und riefe: ‚Rama!‘ dann würde keiner es hören, außer jemand, der Rama heißt. Der würde es hören; es würde ihn sogar im Schlaf erreichen. Niemand sonst würde auf das Wort Rama hören – aber warum hört es dieser Mann? Es ist so tief gegangen, dass es nicht mehr bewusst ist, sondern unbewusst. Dein Name sitzt also sehr tief. In Bezug auf deinen Namen gibt es ein sehr schönes Phänomen: Du nennst dich selber nie so; nur andere nennen dich so. Andere verwenden deinen Namen; du selbst verwendest ihn nie.

(…)

Mit dem Namen ins Unterbewusstsein eintauchen

Aber er ist tief in dich hineingegangen, ganz tief. Er ist wie ein Pfeil in dein Unterbewusstsein eingedrungen. Wenn du ihn nun selber verwendest, kann ein Mantra daraus werden. Aus zwei Gründen wird es eine Hilfe sein: Erstens wirst du, wenn du deinen eigenen Namen nimmst – wenn du zum Beispiel ‚Rama‘ heißt und ‚Rama, Rama, Rama …‘ wiederholst –, plötzlich das Gefühl haben, den Namen eines anderen zu wiederholen, so als wäre es gar nicht dein eigener. Oder du fühlst zwar, dass es dein eigener Name ist, aber es ist so, als wäre in dir eine getrennte Instanz, die ihn ausspricht. Der Name mag zu deinem Körper, zu deinem Verstand gehören, doch derjenige, der da ‚Rama, Rama …‘ sagt, wird zu einem unbeteiligten Zeugen.

Am Namen hängt das ganze Leben

Du hast immer nur andere beim Namen gerufen. Wenn du nun deinen eigenen Namen rufst, wird es sich anfühlen, als gehörte er einem wildfremden Menschen, nicht dir – und das ist eine sehr interessante Erfahrung. Du kannst auf diese Weise zu einem distanzierten Zeugen, deines eigenen Namens werden – und an deinem Namen hängt dein ganzes Leben. Wenn eine Distanz zu deinem Namen entsteht, entsteht auch eine Distanz zu deinem ganzen Leben. Der Name ist deshalb so tief nach innen gesunken, weil dich seit deiner Geburt jeder so genannt hat; du hast ihn ständig gehört. Wenn du daher diesen Klang benutzt, kannst du mit ihm bis zu jenen Tiefen vordringen, in die dein Name gesunken ist.

(…)

Im Klang deines Namens aufgehen

Diese Technik besagt: Gehe auf im Klang deines Namens, und durch diesen Klang – jeglicher Klang. Dann wird dein Name zu einer Tür für alle Namen. Aber du musst aufgehen in dem Klang. Am Anfang, wenn du ‚Rama, Rama, Rama …‘ wiederholst, ist es nur ein Wort. Aber wenn du es ständig wiederholst: ‚Rama, Rama, Rama …‘, dann hat es eine Bedeutung.

(…)

Reiner Klang ohne Bedeutung

Wenn du deinen Namen innerlich ganz schnell wiederholst, ist es bald kein Wort mehr; es wird zu einem reinen Klang ohne Bedeutung.

(…)

Den Klang über den Körper ausbreiten lassen

Es ist kein Wort mehr, nur noch Klang, und allein der Klang zählt. Gehe im Klang deines Namens auf! Vergiss seine Bedeutung und gehe ganz in dem Klang auf. Bedeutung gehört zum Verstand, Klang gehört zum Körper. Bedeutung ist nur im Kopf, doch Klang breitet sich über den ganzen Körper aus. Vergiss die Bedeutung. Wiederhole es, als wäre es ein völlig bedeutungsloser Klang – und durch diesen Klang wirst du in alle Klänge eingehen. Dieser Klang wird die Tür zu allen Klängen. Und ‚alle Klänge‘ bedeutet: alles Existierende.

(…)

Befreiung des Herzens

Wenn man durch ständige Wiederholung einen bestimmten Klang erzeugt, so dass schließlich die Bedeutung verlorengeht, dann geht damit auch der Verstand verloren – und dann rückt der Felsen vor deinem Herzen zur Seite.“

 

 Buchempfehlung: Das Buch der Geheimnisse

Osho, Zitat – Auszug aus
Das Buch der Geheimnisse:
112 Meditations-Techniken zur Entdeckung der inneren Wahrheit

Diese tantrische Meditation über den Namen auf FindYourNose.com nachlesen

 

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