Fühlen lernen

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Experimente mit fühlen
im Gegensatz zu denken

Die Sekunden Meditation des Moments:

Die Aufmerksamkeit
auf die Fingerkuppen legen
und fühlen, was sie berühren
und wie sie berührt werden.
Wahrnehmen, was fühlen ist
und wer fühlt.

Die Wohltat:

Durch Fühlen entsteht die Wahrnehmung darüber, wer fühlt – Ich! Dieses Ich ist nicht das Ego-Ich, sondern das große, genussvolle, universelle Ich, das über jeden Gedanken hinausgeht. Durch Fühlen die Wohltat: Enthüllung eines lebendigen Ichs, das im Einklang mit dem Kosmos ist.

 

Osho Zitat wie über fühlen das Denken entlastet wird

Fühle:
mein Denken,
meine Ich-heit,
meine inneren Organe
– Ich! 

Sutra aus dem tantrischen Buch der Geheimnisse

Die Aufmerksamkeit auf fühlen legen

Wenn wir denken, dass wir fühlen…

„Das Allererste ist, nicht zu denken, sondern zu fühlen. Das sind zwei verschiedene Dimensionen. Und wir haben uns dermaßen auf den Intellekt verlegt, dass selbst dann, wenn wir sagen, wir fühlten, in Wirklichkeit gar nicht fühlen, sondern nur denken. Das Fühlen ist vollkommen abgestorben; es ist ein totes Organ in dir geworden. Selbst wenn du sagst: “Ich liebe”, ist es kein Fühlen, ist auch wieder nur ein Gedanke.

Und was ist der Unterschied zwischen Fühlen und Denken? Wenn du fühlst, dann fühlst du dich nahe dem Herzen zentriert. …

Eine Übung unter der Dusche

Du stehst unter einer Dusche: Spüre, wie die Kühle des Wassers dich berieselt. Denke nicht darüber nach, sag nicht sofort: “Oh wie kühl das ist, wie wunderbar kalt, wie gut das tut!” Sag überhaupt nichts. Verbalisiere nicht, weil du im selben Augenblick, da du verbalisierst, das Fühlen versäumst. Schließe die Augen und fühle das Denken.

Gedanken fühlen

Ein ununterbrochener Gedankenstrom ist da, ein Kontinuum, ein Fluxus; ein Fluss von Gedanken strömt dahin. Fühle diese Gedanken, fühle, dass sie da sind. Und je mehr du das fühlst, desto mehr Lichter werden dir aufgehen – Schichten über Schichten werden offenbart werden. Nicht nur die Gedanken, die gleich obenauf schwimmen; darunter sind weitere Gedanken, und darunter sind noch viel mehr Gedanken….

Fühlen: Kein Gedanke ist meiner

Wenn du das Vorhandensein deiner Gedanken fühlen kannst, ihre ganze Masse, dann kannst du auch Folgendes fühlen: dass sie nicht deine sind. Und erst, wenn dies fühlbar geworden ist – dieses: “Kein Gedanke ist von mir!” -, kannst du den Verstand abwerfen. Wenn du zu dem Gefühl gelangt bist, dass kein Gedanke deiner ist, dass es eine Illusion ist, irgendeinem Gedanken ein “mein” anzuhängen, dann kannst du tiefer gehen. Dann mach dir deine Ich-heit bewusst.

Über die Bewusstheit der inneren Organe

Wo ist dieses Ich? Wenn sich die Gedanken aufgelöst haben, bzw. du dich nicht mehr an sie klammerst, wenn sie vorbeiziehen, als gingen sie dich nichts an – du hältst dich abseits und unbetroffen und nicht identifiziert – dann kannst du dich den inneren Organen zuwenden. Wir kennen die äußeren Organe: Mit den Händen berühre ich dich, mit den Augen sehe ich dich – das sind die äußeren Organe. Die inneren Organe sind die, durch die ich mein eigenes Dasein fühle. Wie erfahre ich von mir? Schon dass ich da bin – woher weiß ich das? Wer gibt mir das Gefühl meines eigenen Daseins? Dafür gibt es innere Organe.

Das Gefühl, da zu sein

Bewusstheit, Intelligenz – das sind die inneren Organe. Durch sie bin ich mir meines eigenen Daseins, meiner eigenen Existenz bewusst. Darum kann man, wenn man die Augen schließt, seinen Körper völlig vergessen, während das eigene Gefühl, da zu sein, erhalten bleibt.

Das unbekannte innerste Zentrum – der Ozean

Und dann – das Ich. Es ist schwer, es in Worten auszudrücken. Es wird hier das Wort “Ich” benutzt. Kein Wort trifft es – Ich ist ebenfalls verkehrt, denn Ich hat sich aufgelöst. Merke es dir also: Dieses Ich hat nichts mit Ich zu tun. Wenn die Gedanken ausgejätet sind, wenn die Ich-heit verschwunden ist, wenn die inneren Organe erkannt sind, verschwindet das Ich. Dann wird zum ersten Male das wirkliche Sein offenbart – und dieses wirkliche Sein wird hier Ich genannt. Die Außenwelt ist nicht mehr, die Gedanken sind nicht mehr, das Ego-Gefühl ist nicht mehr und ich bin zur Erfahrung meiner eigenen inneren Erkenntnisorgane gelangt – zu Bewusstheit, zu Intelligenz, oder wie auch immer du es nennen willst: Aufmerksamkeit, Wachheit. Dieses Ich gehört nicht dir. Dieses Ich ist dein innersten Zentrum, dir bisher unbekannt. Dieses Ich ist kosmisch, es hat keine Grenzen. In diesem Ich ist alles enthalten. Dieses Ich ist nicht die Welle, sondern der Ozean.”

 

Buchempfehlung: Das Buch der Geheimnisse

Osho, Zitat – Auszug aus
Das Buch der Geheimnisse:
112 Meditations-Techniken zur Entdeckung der inneren Wahrheit

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