Wahrnehmen, wer wahrnimmt

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Experimente mit
dem Ursprung
von Bewusstheit

Die Sekunden Meditation des Moments:

Die Aufmerksamkeit ganz
aufs Lesen richten
und dabei die Quelle der Aufmerksamkeit in sich wahrnehmen.

Die Wohltat:

Diese Sekunden Meditation ist nicht ganz einfach, es ist natürlich, dass die Aufmerksamkeit zwischen dem Lesestoff und dem, der wahrnimmt, hin- und herspringen wird. Nach und nach wird man vertrauter mit dem Ursprung von Bewusstheit und bereit für den letztendlichen Sprung, raus aus der konditionierten, abgetrennten Persönlichkeit in die allumfassende Gesamtheit.

 

Ein Osho Zitat und Meditation,
wie man die Quelle von Bewusstsein wahrnehmen lernt

Ein jedes Ding wird durch Bewusstheit wahrgenommen.
Das Selbst erstrahlt im Raum durch Bewusstheit.
Nimm ein einziges Sein wahr –
den, der wahrnimmt und
das, was wahrgenommen wird.

Sutra aus dem tantrischen Buch der Geheimnisse

 

Wie Bewusstheit funktioniert

Der Vorgang von Bewusstheit am Beispiel einer Rose

“Wann immer du etwas erkennst, wird es durch Bewusstheit erkannt. Ein Gegenstand findet durch deine Fähigkeit bewusst zu sein Einlass in deinen Verstand. Du schaust eine Blume an: Du weißt, dass es eine Rose ist. Die Rose ist draußen und du bist drinnen. Etwas geht von dir aus zur Rose hin, etwas wird von dir auf die Rose übertragen – eine Energie geht von dir aus, kommt zur Rose, nimmt Formen, Farbe und Duft der Rose auf und kehrt dann zu dir zurück und erstattet Bericht, dass es sich um eine Rosenblüte handelt. Alles wissen, alles was du weißt, offenbart sich dir durch deine Fähigkeit für Bewusstheit.

Bewusstheit in zwei Richtungen

Wenn du eine Blume ansiehst, behältst du auch den im Auge, der sie ansieht. Das ist schwierig… Denn wenn man das versucht, wenn man den, der bewusst ist im Auge behalten will, wird man die Blume vergessen. Aber mit ein wenig Ausdauer kann man sich nach und nach beider Enden gleichzeitig bewusst bleiben. Und wenn du beides im Auge behalten kannst, dann bezeichnet das Gurdjieff als Selbst-Erinnerung. Dies ist eine der ältesten Techniken überhaupt. Schon Buddha setzte sie ein und Gurdjieff hat sie wieder in die westliche Welt eingeführt.

Bewusstheit kennt keine Spaltung

Im Verstand herrschen immer Einteilungen. Nur im ungeteilten Wahrnehmen verschwindet die Aufspaltung. Im Zeugesein kannst du nicht sagen, wer das Wahrgenommene und wer die Bewusstheit ist – Bewusstheit ist beides. Aber das muss auf Erfahrung beruhen; andernfalls verkommt das zum philosophischen Streitgespräch.

Experimentiere mit einem geliebten Menschen

Probiere es also aus, experimentiere! Du kannst es mit einer Buddhastatue oder einer Blume oder einem Baum oder was auch immer ausprobieren – oder auch mit dem Gesicht eines geliebten Menschen oder deines Freundes… Betrachte einfach das Gesicht. Das fällt leicht, denn wenn du ein bestimmtes Gesicht liebhast, ist es ganz einfach, sich darauf zu konzentrieren.

Der Sprung in eine neue Dimension

Versuche also, dir ein Gesicht zu suchen – jedes Gesicht kommt in Frage, Hauptsache, du magst es – und schaue ihm einfach in die Augen und konzentriere dich auf das Gesicht. Plötzlich fällt die ganze Welt weg, es hat sich eine neue Dimension aufgetan. Dein Verstand ist auf eine einzige Sache konzentriert; dann wird diese Person oder diese Sache zur ganzen Welt.

Bewusstheit über die eigene Quelle

Wenn ich das sage, dann meine ich damit, dass dir alles, worauf du deine gesamte Bewusstheit richtest, zur ganzen Welt wird. Du erzeugst die Welt durch deine Aufmerksamkeit. Deine Welt erschaffst du dir durch deine eigene Bewusstheit. Und wenn du restlos darin versunken bist, diesem Gesicht entgegenströmst wie ein Fluss, dann wirst du dir plötzlich der ursprünglichen Quelle bewusst, aus der diese Aufmerksamkeit strömt. Der Fluss strömt bereits – jetzt werde dir seines Ursprungs bewusst.

Auflösung ins Meer

Anfangs wirst du immer wieder den Faden verlieren, du wirst hin- und herspringen. Wenn du dich der Quelle zuwendest, wirst du den Fluss – das Meer, dem er entgegenströmt und das Objekt vergessen. Es wird springen; wenn du zum Objekt kommst, wirst du den Ursprung vergessen. Das ist natürlich, weil sich der Kopf gewohnheitsmäßig nur dem Objekt oder dem Subjekt zuwenden kann.”

 

Buchempfehlung: Das Buch der Geheimnisse

Osho, Zitat – Auszug aus
Das Buch der Geheimnisse:
112 Meditations-Techniken zur Entdeckung der inneren Wahrheit

 

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