Wahrnehmen, dass ich als Leben existiere

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Experimente mit
dem Leben selbst
– in der eigenen Existenz

Die Sekunden Meditation des Moments:

Sich bis in die Knochen traurig fühlen
dann bis ins Blut glücklich sein
und schließlich sich von Göttlichkeit durchströmen lassen.

Die Wohltat:

Wenn man Traurigkeit und Glück in sich entdeckt hat, dann kann es tiefer gehen – das Leben selbst in seiner Göttlichkeit in jedem Atemzug zu erfahren.

 

Osho Zitat und Meditation
über die göttliche Essenz in mir

Empfinde, wie deine Substanz –
Knochen, Fleisch, Blut –
von der kosmischen Essenz gesättigt ist.

Sutra aus dem tantrischen Buch der Geheimnisse

21 Tage mit dem Leben in sich experimentieren

7 Tage lang bis in die Knochen traurig sein

„Gehe es mit ein paar einfachen Experimenten an. Mache zum Beispiel 7 Tage lang folgendes einfache Experiment: Empfinde dich bis ins Blut, in die Knochen, ins Fleisch, im ganzen Körper von Traurigkeit durchdrungen – jede Körperzelle ist traurig, ringsum herrscht dunkle Nacht; sehr belastend, bedrückend; kein einziger Lichtstrahl, keine Hoffnung – düster, so als müsstest du sterben. Da pulsiert kein Leben in dir. Es ist, als hätte der Tod sich bereits eingenistet, oder wäre gerade dabei. Versetze dich 7 Tage lang in das Gefühl, dass sich der Tod nun im ganzen Körper breitmacht.

Stell dir das fortwährend so vor, rühre nicht an dieser Stimmung. Un dann, nach 7 Tagen, sieh zu, wie du dich fühlst. Du wirst nur noch eine tote Last sein, Nirgends mehr ein Gefühl, der Körper wird sich nicht mehr lebendig anfühlen. Und was hast du getan? Du hast weiter gegessen, du hast alles genau so weiter gemacht wie bisher; die einzige Veränderung hat in der Vorstellung stattgefunden. Eine neue Vorstellungswelt hüllt dich jetzt ein.

7 Tage lang reines Glück fühlen

Versuche danach dann 7 Tage lang in einem Strom der Seligkeit zu leben – darin zu treiben; jeder Atemzug schenkt dir Ekstase. Empfinde es einfach. Beginne mit 7 Tagen Traurigkeit und gehe dann 7 Tage lang zum Gegenteil über. Und wenn du ins genaue Gegenteil übergehst wirst du es umso besser spüren können, des Kontrastes wegen.

Erst danach kannst du dich auf das Experiment dieser Technik einlassen. Denn sie geht tiefer als Glück. Traurigkeit ist die Oberfläche, Glück ist in der Mitte, aber hier geht es um den letzten Kern, den innersten Kern, um die kosmische Essenz.

7 Tage lang sich von Göttlichkeit durchströmen lassen

Habe das Gefühl als würde dich das Göttliche durchströmen: Du existierst nicht, aber das Kosmische existiert in dir, Gott existiert in dir. Wenn du dich hungrig fühlst, fühlt er sich hungrig – dann wird die Speisung des Körpers zu Andacht. Wenn du Durst empfindest, empfindet es Durst – das Kosmische in dir. Wenn du dich müde fühlst, fühlt es sich müde, braucht es Ruhe, Entspannung.

Das Leben zeigt sich in dir in vielen Formen

Wenn du jung bist, ist es jung in dir. Wenn du dich verliebst, verliebt es sich. Sei durchdrungen von ihm, und zwar restlos durchdrungen von ihm. Mache keinerlei Unterschied. Ob gut, ob schlecht – was immer geschieht, das geschieht ihm. Halte du dich ganz heraus, du bist nicht mehr da – nur es ist da.

Was immer also geschieht, es mag Gutes sein oder Schlimmes, Himmel oder Hölle, es widerfährt ihm. Gib alle Verantwortung an es ab, und du bist nicht mehr da. Dieses ‘Nichtmehrdasein’, das dir diese Technik bescheren kann, ist das Höchste an Religion. Aber du musst davon durchdrungen, gesättigt sein.

Gleich am Morgen: sich durchdrungen fühlen

Vom frühesten Morgen an, wenn du das Leben erwachen spürst, wenn du bemerkst, dass der Schlaf jetzt verflogen ist, muss dein erster Gedanke dieses Durchdrungen-Sein sein: Jetzt tut sich das Göttliche auf, erwacht aus dem Schlaf – nicht du. Daher machen die Hindus, die zu den tiefsinnigsten Völkern der Erde gehörten, ihren ersten morgendlichen Atemzug immer mit dem Namen Gottes. Und wenn du dann morgens aufstehst und merkst, dass der Schlaf fort ist, dann denke daran, dass jetzt das Göttliche aufsteht. der ganze Tag wird anders dadurch. Und du bist durchdrungen davon – was immer du tust oder nicht tust, lass es vom Göttlichen besorgen, lass es ganz einfach geschehen.

Esse schlafe, arbeite – aber überlasse das alles dem Göttlichen. Nur so kannst du von ihm durchdrungen sein, kannst du eins mit ihm werden. Und wenn du erst einmal fühlst, und sei es nur für einen einzigen Augenblick – auch nur einen einzigen Augenblick lang, sage ich! – dass jetzt der Höhepunkt da ist, dass du nicht mehr da bist, dass du jetzt vollkommen vom Göttlichen durchdrungen bist, dann bist du erleuchtet.

Du wirst zum Leben selbst

In diesem winzigen Augenblick, diesem zeitlosen Augenblick, wird sich dir das gesamte Mysterium des Lebens offenbaren. Jetzt gibt es keine Angst und jetzt gibt es keinen Tod. Jetzt bist du das Leben selbst geworden; es geht weiter und immer weiter. Es endet nie, es beginnt nie. Dann ist das Leben Ekstase.

 

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Osho, Zitat – Auszug aus
Das Buch der Geheimnisse:
112 Meditations-Techniken zur Entdeckung der inneren Wahrheit

 

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